Edelmetalle Sind solche Metalle, die vom Sauerstoff nicht angegriffen werden. Edelmetalle sind: Gold, Platin, Palladium, Rhodium und Silber. Alle anderen Metalle nennt man Unedelmetalle. Darüber wollen wir Sie näher informieren und werden beginnen mit Gold, dem bekanntesten aller Edelmetalle. Aus 3 Tonnen Gestein werden nur 1 Unze (=31,1 g) Gold gewonnen. Im reinen Zustand (Feingold 999/000 fein) zu weich – wird deshalb kaum verarbeitet – Schmelzpunkt 1060 Grad – wird mit anderen Metallen legiert – dadurch härter und preisgünstiger (333/000 – 375/000 – 585/000 – 750/000 – 916/000).

Goldlegierungen

Zur Schmuckherstellung werden folgende Legierungen verwendet:

Feingehalt:

333/000 = 8 Karat
375/000 = 9 Karat
585/000 = 14 Karat
750/000 = 18 Karat
916/000 = 22 Karat

Karat

ist eine Feingehaltsbezeichnung. 1000 Teile einer Legierung werden in 24 Karat aufgeteilt, d.h. 24/24 = 1000 = Feingold
8 Karat Gold = 8/24 = 333 Teile von 1000
14 Karat Gold = 14/24= 585 Teile von 1000
18 Karat Gold = 18/24 = 750 Teile von 1000
22 Karat Gold = 22/24 = 916 Teile von 1000

Feingehalt

bezeichnet den Anteil des Edelmetalls in tausend Teilen, das in einer Legierung enthalten ist.

Goldfarben

Durch Legieren, d.h. Beifügen anderer Metalle, lassen sich verschiedene Goldfarben erzielen. Die bekanntesten Goldfarben sind:
Gelbgold = Feingold + Silber + Kupfer
Weißgold = Feingold + Palladium (ein ähnliches Metall wie Platin), oder früher Nickel
Rotgold = Feingold + Silber + hoher Kupferanteil

Gelbgold

bezeichnet eine Goldfarbe, gibt es auch in verschiedenen Farbabstufungen von sehr hellem Blaßgelb bis Sattgelb/Honiggelb bzw. Goldgelb.

Weißgold

entsteht durch Legieren von Gold mit Palladium – ein Metall der Platingruppe.

Rotgold

entsteht durch eine Goldlegierung mit hohem Kupferanteil.

Legierung/Legieren

bezeichnet die Vereinigung mehrerer Metalle durch Schmelzen. Beispiel: Gold 585/000 bezeichnet eine Goldlegierung, die in einem Kilogramm Goldlegierung 585 Teile Feingold und 415 Teile Zusatz enthält. Legierungen mit weniger Goldanteil sind auch weniger tragefreundlich! Sie können ,,anlaufen”. Je höher der Goldanteil, desto anlaufbeständiger.

Goldauflage

Bezeichnung dafür, dass eine Verbindung des Edelmetalls Gold mit einer anderen Unterlage auf der Oberfläche eines Schmuckstücks vorliegt. Diese Unterlage ist in vielen Fällen ein unedles Metall, kann aber auch ein Edelmetall sein (z.B. Silber). In diesem Fall spricht man von Goldauflage auf Silber, wobei hierfür auch der Fachbegriff “Vermeil” verwendet wird. Diese Verbindung kann technisch auf verschiedene Weise erfolgen – sowohl im mechanischen wie im galvanischen Verfahren (siehe auch Double). Die Bezeichnung “Goldauflage” allein sagt jedoch nichts aus über Qualität und Stärke der Auflage. Hier zu beachten, dass die Qualität und damit die Tragbarkeit eines Schmuckstückes bzw. seine Lebensdauer und Ansehnlichkeit in erster Linie von der Auflagenstärke abhängt. Zur Klassifizierung dieser Auflagenstärke arbeitet die Industrie seit langen Jahren mit handelsüblichen Qualitätsbegriffen.
Folgende Qualitätsbezeichnungen sind zu unterscheiden:

Auflagenstärke Qualitätsbezeichnung

< 5 Milliemes Vergoldet
> 5 bis < 10 Milliemes Goldplattiert
> 10 Milliemes und mehr Double
Darüber hinaus kann man feststellen, dass im Verkauf verschiedene andere Bezeichnungen existieren, dievon den obengenannten offiziellen abweichen. Bezeichnungen wie z.B. ,,Echt vergoldet”, ,,1a vergoldet”, ,,Hart-Vergoldet” usw. stellen keine offiziellen Qualitätsbezeichnungen dar, sondern weisen im Grunde nur darauf hin, dass es sich bei dem angebotenen Schmuckstück um ein solches handelt, das mit einer Goldauflage versehen ist.

Vergolden bzw. Versilbern

diese Bezeichnungen stehen für das Versehen eines Metalls mit dem jeweilig im galvanischen Verfahren aufgebrachten anderen Metall (galvanische Bäder, Schmuck wird eingetaucht) .

Vergoldet

ist die Benennung für Schmuck mit einer Auflage aus Gold oder einer Goldlegierung. Der Gold-Feingehalt von vergoldetem Schmuck ist weniger als 3 Tausendstel (DIN). Schmuck entsprechend der Definition darf auf der Ware nicht gestempelt werden.

Feingehalts angabe bei der Goldauflage

Der Gold-Feingehalt der Auflage darf weder in Tausendstel noch in Karat gestempelt oder in Beifügungen (z.B. Etikett und ähnliches) oder in der Werbung genannt werden.

Hartvergolden

Bezeichnung für die Goldauflage mit besonders hohem Nickelanteil, die dadurch besonders widerstandsfähig und beständig ist. (Nickel darf bei Schmuck jedoch nicht mehr verwendet werden).

Mikron

Drückt die Stärke einer Metallschicht (z.B. Goldschicht) in 1/1000 mm aus.
1 Mikron = 1/1000 mm Goldauflage -10 Mikron = 10/1000 mm Goldauflage (=1/100 mm).
Eine 10 Mikron Auflage z.B. hat also eine Dicke von 0,01 mm. Diese Angabe ist unabhängig von Gewicht und Stärke der Unterlage. Eine Mikronangabe ist üblich bei Produkten mit gleichmäßigen Materialstärken wie z.B. bei Uhrgehäusen, während sich für Schmuck, der überwiegend in ein und demselben Stück unterschiedliche Materialstärken aufweist, die Milliemeangabe empfiehlt.

Milliemes (sprich “miljäm”)

bezeichnen 1/1000 einer Gewichtseinheit und drücken den gewichtsmäßigen Anteil von Feingold im Schmuckst¸ck aus (wieder in 1000 Teilen) d.h.: bei einer Double-Qualität von 10 Milliemes befinden sich auf einem Kilogramm unechtem Unterlagematerial 1 Gramm Feingold als Auflage. In einem Kilogramm Double mässen also mindestens 10 GrammFeingold enthalten sein. Es ist zu beachten, daß der Gold-Feingehalt der Massengehalt von Feingold für die Auflage einschließlich der Unterlage ist, d.h. eine Ware mit der Gold-Feingehaltsangabe 10 % mit einem Gesamtgewicht von 1 kg enthält 10 Gramm. Ein so angegebener Gold-Feingehalt wird branchenüblich mit ,,Millieme” bezeichnet. Der Zahlenwert für Millieme und Tausendstel oder Promille ist gleich.

Stempelung

Nach dem Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren (vom 16. Juli 1884 mit einer neuen Fassung von 1934) müssen Gold- und Silberwaren eine Kennzeichnung (Stempelung) tragen, die den Anteil des Edelmetalls im verarbeiteten Material angibt. Siehe in diesem Zusammenhang auch “Punzieren” und “Punze”.

Punzieren

Den Feingehalt von Gold- und Silberwaren kennzeichnen.

Punze

Punze, eingestanztes Zeichen zur Angabe des Edelmetallgehaltes.

Platin (Schmelzpunkt 1.775 C)

das reinste, aber auch teuerste Edelmetall, wird mit dem höchsten Feingehalt zu Schmuck verarbeitet (Pt.950) = 950/000. Platin ist absolut hautverträglich.

Silber

Edelmetall, weiß glänzend, in feinem Zustand sehr weich und geschmeidig, schmilzt bei 960 Grad. Silber wird vom Sauerstoff der Luft nicht angegriffen (Oxydieren) jedoch vom Schwefelwasserstoff, der sich in geringen Mengen in der Luft befindet. Dadurch nimmt das Silber allmählich eine gelbliche, bräunliche bis blauschwarze Färbung an – das sogenannte “Anlaufen”. Um dieses zu verhindern, werden silberne Gegenstände oft nach der Fertigung einer Oberflächenbehandlung unterzogen, um das Einwirken des Schwefelwasserstoffes zu verhindern. Hierzu wendet man verschiedene Möglichkeiten an, die bekanntesten sind das überziehen mit farblosem Lack (Zaponieren) oder das Überziehen mit Rhodium, einem Platinmetall von silberweißer Farbe, im galvanischen Verfahren.

Silberschmuck findet man mit folgenden Feingehaltswerten im Angebot:

Silber 800 = 800 Teile Feinsilber, 200 Teile Kupfer
Silber 835 = 835 Teile Feinsilber, 165 Teile Kupfer
Silber 900 = 900 Teile Feinsilber, 100 Teile Kupfer
Silber 925 = 925 Teile Feinsilber, 75 Teile Kupfer (sogenanntes Sterlingsilber)
Silber 935 = 935 Teile Feinsilber, 65 Teile Kupfer (seltener im Angebot)

Silber vergoldet

ist die Benennung für Silberschmuck mit einer Auflage aus Gold oder Goldlegierung. Der Gold-Feingehalt von vergoldetem Silberschmuck ist weniger als 3 Tausendstel. Schmuck entsprechend der Definition darf nur mit der Silber-Feingehaltsangabe nach dem Gesetz über den Feingehalt der Gold und Silberwaren auf der Ware gestempelt werden.

Silber Goldplattiert

bezeichnet man Silberschmuck mit einer Auflage aus Gold oder einer Goldlegierung. Der Gold-Feingehalt von goldplattiertem Silberschmuck ist mindestens 3 Tausendstel. Schmuck entsprechend der Definition darf gekennzeichnet und gestempelt werden mit einer zusätzlich vorangestellten Silber-Feingehaltsangabe nach dem Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren.

Gold auf Silber

wird Silberschmuck mit einer Auflage aus Gold oder einer Goldlegierung genannt. Der Gold-Feingehalt von Schmuck mit der Benennung Gold auf Silber ist mindestens 10/000. Schmuck entsprechend der Definition darf gekennzeichnet und gestempelt werden mit einer zusätzlich vorangestellten Silber-Feingehaltsangabe nach dem Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren.
Um Verwechslungen grundsätzlich auszuschließen wollen wir ein Nichtedelmetall an dieser Stelle einfügen: Neusilber oder besser bekannt als Alpaka – Neusilber ist kein Silber !

Neusilber / Alpaka

ist ein silberfarbenes Metall, das aus einer Kupfer-, Zink-, Nickellegierung besteht, wobei der Nickelgehalt sehr hoch ist. Neusilber ist gelblichweiß, hart, federnd und in der Regel luftbeständig. Die ausgedehnteste Anwendung findet es bei der Herstellung von versilberten Bestecken (Hotelsilber) und Zigarettenetuis. In der Goldschmiedetechnik wird Neusilber zu Nadelstielen und Federn verwendet, es ist das Grundmetall der versilberten Bestecke. Alpakawaren werden fast immer zus”tzlich mehr oder weniger stark versilbert.

Unedelmetalle

Damit sind wir bei den sog. Unedelmetallen angelangt und wollen uns mit einem qualitativ hochwertigen aber vom Namen her unter Wert gehandelten Schmuck beschäftigen. Double ist viel hochwertiger und haltbarer als sog. vergoldete Ware!

Double

ist wie sein Name sagt ein Doppelmetall, bei dem eine Goldauflage gleichmäßig und unabtrennbar auf ein Unterlagemetall aufgeschweißt ist (z.B. Bronze, Tombak, Silber oder dergleichen). Double wird wie folgt hergestellt (klassische Herstellung): Auf einem Block Unedelmetall (meist Tombak) wird unter größtem Druck und bei sehr hohen Temperaturen eine Goldplatte aufgeschweißt, so dass sich beide Metalle durch dieses Verfahren untrennbar miteinander verbinden. Dieser Block wird durch häufiges Walzen zu einem Blech gearbeitet, das auf einer Seite mit der echten Goldschicht versehen ist.Für die Herstellung von Double-Draht verwendet man einen Metall-Zylinder, der allseitig mit einer Goldschicht, wie oben erwähnt, doubliert ist. Der Zylinder wird durch Formen zu Double-Draht gezogen.Für die Double-Herstellung wird Gold mit einem Feingehalt von 12 – 14 kt (400 – 585/000) benützt. Erstens wegen der erhöhten Haltbarkeit, zweitens hat Gold in diesem Feingehaltsbereich die gleiche Dehnungsfähigkeit wie Tombak. Dies ist bei der Produktion ausschlaggebend, da aus diesem Grund keine Risse und Sprünge bei der Verformung der Bleche und Drähte entstehen.

Am.Double (Amerikaner Double)

Double-Qualität mit einem Feingehalt zwischen 10/000 und 12/000 (Milliemes) .

Golddouble

ist die Benennung für Schmuck mit einer Auflage aus Gold oder einer Goldlegierung. Der Gold-Feingehalt von Golddouble ist mindestens 10 Tausendstel. Schmuck entsprechend der Definition darf gekennzeichnet und gestempelt werden mit

Golddouble L

bei einem mechanischen Herstellverfahren für die Auflage, Anmerkung: “Golddouble L” ersetzt den bisherigen Begriff “Walzgolddouble”.

Golddouble P

bei einem galvanotechnischen oder chemischen Herstellverfahren für die Auflage. Eine Kennzeichnung und Stempelung nur mit dem Kennbuchstaben L bzw. P ist zulässig. Im Gegensatz zur sog. ,,Klassischen Herstellungsweise” wird Double heute überwiegend in galvanischen Bädern gefertigt, denn heute ist eine gleichmäßige Goldauflage technisch viel besser und nicht so zeitaufwendig mit diesem galvanischen Verfahren herzustellen.

Galvanik/Galvanisches Verfahren

Das galvanische Verfahren ist eine Methode der Oberflächenveredelung. Diese gibt uns die Möglichkeit, auf unedle Metalle edlere Metalle bzw. Edelmetalle mit Hilfe eines elektrolytischen Bades aufzubringen. Durch dieses Bad wird Strom geschickt, und zwar vom Pluspunkt der Stromeingangsstelle an der sich das Metall befindet, welches aufgebracht werden soll (z.B. Gold oder Silber), zum Minuspunkt, an dem die Ware auf einem Rahmen montiert ist. Der elektrische Strom reißt jetzt winzige Metallteilchen vom Metall (z.B. Gold oder Silber) und lagert sie auf der Ware ab. So wird der zu veredelnde Gegenstand allseitig gleichmäßig mit Gold, Silber oder einem anderen Metall beschichtet. Je länger sich der Gegenstand im Bad befindet, um so stärker wird die Metallschicht (z.B. Goldschicht).Galvanik nennt sich die Einrichtung, die zur Durchführung des galvanischen Verfahrens notwendig ist.

Nickel

Silberfarbenes, hochglänzendes Metall; fand früher im Schmuckbereich häufig bei Legierungen Verwendung bzw. diente auch häufig bei galvanischer Vergoldung als primäre Oberflächenbehandlung vor der eigentlichen Vergoldung. Seit einiger Zeit wird auf Nickel bei der Schmuckherstellung vollständig verzichtet, weil Nickel zu Allergien führen kann.

Kupfer

als reines Metall wird selten zu Schmuckstücken, mitunter aber zu Hilfsmitteln, Schablonen und Arbeitsproben verwendet; als Legierungsbestandteil hat es große Bedeutung. Folgende Unedelmetalllegierungen sind auf Kupferbasis aufgebaut:

Messing

ist die Sammelbezeichnung für Gusslegierungen mit 50-95% Kupfer, sie können außerdem entsprechend dem Verwendungszweck noch weitere Metalle enthalten.

Tombak

Rötliche Messinglegierungen mit mehr als 67 % Tombak wird als Grundmetall von Double und für Modeschmuck verwendet.

Zink

ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt, hat eine bläulich-weiße Farbe, an der Luft bildet sich eine dichte Schutzschicht von stumpfgrauem Aussehen, deshalb halten Politur und Glanz nicht lange an. In Salzsäure ist Zink gut löslich. Zink wird als Zusatzmetall für Edelmetalllegierungen verwendet.

Zinn

(Schmelzpunkt 232 ) ist ein silberglänzendes dehnbares Metall, das sich zu Stanniol auswalzen lässt. Zinn findet sich hauptsächlich als Stein und wird daraus durch Reduktion mit Kohle gewonnen. Es dient zur Herstellung von Weißblech und verzinnten Gebrauchsgegenständen.

Zinn Legierungen

sind Weichlot und Bronze. Vor Erfindung des Porzellans war Zinn das meist verwendete Geschirrmetall.

Modeschmuck

Gattungsbegriff für modischen Schmuck, der nicht aus Edelmetall gefertigt ist. Meist wird legiertes Metall verwendet wie Tombak oder Messing. Ein Großteil des Modeschmucks wird jedoch aus verschiedenen Plastikmaterialien gefertigt.

Allergie

Zum Thema Allergie ist zu bemerken, dass wir Menschen durch vielerlei Umweltprobleme anfälliger geworden sind. Hygiene, Schmutz, Luftverunreinigung usw. sind zu erwähnen, Medizinische Bezeichnung für Überempfindlichkeit. Allergie gegen Schmuck/ allergische

Reaktionen:

Bei manchen Menschen kann man allergische Reaktionen beobachten, die ihre Ursachen in Tragen von Schmuck haben. Diese allergischen Reaktionen äußern sich häufig in Form von Hautreizungen (Rötung/Juckreiz) an den Stellen, wo Schmuck mit der Haut unmittelbar in Berührung kommt. Allergien treten in so vielfältiger Art und Weise auf, dass eine genaue Erklärung hier nicht möglich ist. Am häufigsten verbreitet ist die Allergie gegen das Metall Nickel, das häufig bei der Produktion von Modeschmuck Verwendung findet.
Wichtig ist außerdem zu wissen, dass es keineswegs so ist, dass allergische Reaktionen nur im Zusammenhang mit unechtem Schmuck aus Metall auftreten. Es können ebenso allergische Reaktionen beim Tragen von Echtschmuck oder Schmuck aus anderen Materialien z.B. Plastik auftreten.Wichtig zu wissen ist im Zusammenhang mit dem Thema Allergien, dass die Ursachen beim Auftreten von allergischen Reaktionen stets bei der jeweiligen Person zu suchen sind. Häufig muss in solchen Fällen auf das Tragen von Modeschmuck bzw. Schmuck aus unechtem Metall verzichtet werden. Auch Modeschmuck, der unter der Bezeichnung ,,Hypo-allergenic” bekannt ist, kann das Auftreten allergischer Reaktionen in den meisten Fällen nicht hundertprozentig ausschließen.

Hautunverträglichkeit

siehe Erläuterungen unter dem Punkt: Allergie.

Hypo-Allergenic (Englisch)

Bezeichnung für Modeschmuck, der durch seine. Materialbeschaffenheit bzw. besondere Art der Goldauflage keine allergischen Hautreaktionen hervorrufen soll. (Anmerkung: es wurden auf diesem Gebiet teilweise gute Erfolge erzielt im Hinblick auf die Vermeidung von allergischen Hautreaktionen).

Chirurgischer Stahl

Rostfreier Edelstahl, der seit einiger Zeit Verwendung bei der Herstellung der Stifte bei Ohrsteckern findet. Dieses Material soll allergische Reaktionen vermeiden helfen.

Edelstahl

Chirurgischer Edelstahl, siehe chirurgischer Stahl.

Titan

Metall, das Element mit dem Zeichen ,,TI”, hat faszinierende Eigenschaften:Sehr hart und elastisch. Sein Gewicht beträgt nur 4,5g/cm (Gold=19,3g/cm ), sein Schmelzpunkt 1668 C (Gold=1065 C). Dazu kommt die sehr hohe, dem Gold vergleichbare Resistenz gegen Korrosion. Optimale Eigenschaften also für Produkte, die leicht, strapazierstark und langlebig sein müssen. Titan wird hauptsächlich in der Luft- und Raumfahrt verwendet. Auch die Chirurgie greift mehr und mehr zum Titan (z.B. Knochen Implantate, Herzschrittmacher).Der deutsche Chemiker Klaproth taufte es. Ihm gelang es aus dem roten Mineral Rutil jenes weiþe Metalloxid zu selektieren. Erst ab 1940 begann man in den USA mit der industriellen Herstellung von Titan-Metall aus Titan-Dioxid. Die Erze werden in Australien, Russland, USA, Kanada, Brasilien gewonnen.Das Oxid wird zu Platten gepresst, mehrere dieser Platten aufeinandergeschichtet und im Vakuumofen zu Blöcken geschmolzen. Sie sind das Rohmaterial, aus dem Bleche, Stangen, Röhren, Drähte usw. hergestellt werden.Titan verleiht dem Begriff Schmuck gänzlich neue, frische Akzente, die den Wünschen modebewusster Menschen entgegenkommen. Den Schmuckoberflächen werden mit speziellen Elektrolyten im galvanischen Bad die Farben des Regenbogens entlockt. Diese sind sehr haltbar und lassen sich durch gelegentliches Reinigen mit Alkohol oder warmem Wasser immer wieder auffrischen. Trage-Eigenschaften des Titan: leichter als Edelmetalle, anti-magnetisch, chemisch neutral und absolut ungiftig, ausgesprochen hautfreundlich.

Aluminium

Leichtmetall, Farbe silberweiß, ist glänzend und dehnbar, lässt sich gut bearbeiten, auch schweißen, aber schlecht löten. Schmuck aus Aluminium wird genietet (z.B. Nadeln an den Broschen). Aluminium ist das Grundmetall für die ganze Palette des Eloxalschmucks.

Eloxal

ist Elektrolytisch Oxydiertes Aluminium.

Eloxieren

Veredeln eines Schmuckstückes durch elektrolytisches Oxydieren.

Eloxalschmuck

Das Grundmaterial für Eloxalschmuck ist fast reines Aluminium, also Aluminium mit nur geringfügigen Beimischungen von anderen Metallen.Die Veredelung erfolgt nach der Herstellung des Schmuckstückes durch elektrolytisches Oxydieren der Oberfläche des Aluminiums. Diese oxydierte Oberschicht ist geeignet, Farbe aufzunehmen. Es ist also möglich, auf Eloxalschmuck außer gold- und silberfarben auch bunte Farben unlöslich aufzutragen.Eloxal ist eine Wortschöpfung aus den Anfangsbuchstaben des Herstellungsverfahrens: Elektrolytisch Oxydiertes Aluminium.

Oberflächenbehandlung

Glatte Flächen:

1. Polieren (Finish)
a) Schüttelfass
b) vorpolieren, nachpolieren mit Wolleschwabbel bis zum Hochglanz.
2. Lapidieren
3. Satinieren
4. Mattbürsten
5. Sandeln
6. Schleifen
7. Verchromen

Strukturierte Flächen:

1. Hämmern
2. Diamantieren
Neueres Verfahren:
(z.B. bei Kugelschreiber) nach galvanischem Färben bei 180ƒC mit Klarlack überziehen – ”ußerst haltbar – greift sich nicht mehr ab.

Rhodium

Aufbringen von Rhodium auf ein anderes Metall durch galvanisches Verfahren; hervorragende Eigenschaften zum Schutz der Oberfläche. Alle Schmuckstücke aus Weißgold werden heute rhodiniert, um diese helle, glänzende Oberfläche zu erhalten, die ihre Schönheit auf Dauer behält. Viele Silberwaren werden heute rhodiniert, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Zaponlack/Zaponieren

Farbloser Schutzlack zum Überziehen von Silberschmuck, verhindert Anlaufen, besteht aus einer Lösung von Celluloid in Azeton. Nachteil: zerkratzt leicht, nicht dauerhaft.

Anlaufschutz

Maßnahmen zur Verhinderung der Oxydation (Alterung). Ein häufig angewendetes Verfahren ist das Überziehen des Schmuckstückes mit einem farblosen Lack. Silberartikel werden nach modernen Verfahren auch galvanisch anlaufgeschützt.

Oxydieren

Dieser Begriff steht für die chemische Reaktion eines Stoffes mit dem Sauerstoff. Der bekannteste Oxydationsvorgang im Metallbereich ist das Auftreten von Rost bei Eisen. Bei Oxydationsvorgängen ist immer eine Farbveränderung/ Verfärbung des jeweiligen Metalls zu beobachten.

Aufdampfen

Verfahren zur Oberflächenveredelung. Der Vorteil bei diesem Verfahren ist, dass auch nichtmetallische Schmuckstücke wie Plastik oder Kunststoffteile mit einem metallischen Farbton versehen werden können. Bei diesem Verfahren werden die fertigen Schmuckstücke in einen Ofen gebracht. Dem Ofen wird die Luft entzogen (Vakuum), und Silber wird darin so stark erhitzt, dass es verdampft und sich der Silberdampf auf dem Schmuck allseitig niederschlägt. Die silberfarbigen Schmuckstücke können danach in Farbbädern auf jede gewünschte Farbe gebracht werden. Veredeln kann man Schmuck auch durch sogenanntes ,,diamantieren”

Diamantschnitt / Diamantschliff / Diamantieren

Bezeichnet ein Verfahren zur Oberflächengestaltung. Hierbei wird in eigens für den Diamantschnitt entwickelten Maschinen durch ein schnellrotierendes, diamantbesetztes Werkzeug eine hochglänzende Schnittfläche erzeugt. Durch das Aneinanderfügen von mehreren Schnittflächen in verschiedenen Richtungen ergibt sich das Design im Gesamten. Diamantierte Oberflächen zeichnen sich durch große Haltbarkeit und Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen aus. Diamantieren lassen sich ausschließlich Schmuckstücke aus Metall, wobei nicht jedes Metall für dieses Verfahren geeignet ist.